Oldenburg
Oldenburg, Germany

CBR-Versuche in Oldenburg: Tragfähigkeit für den Straßenbau korrekt bemessen

Viele Ausschreibungen im Oldenburger Raum scheitern an der Nachweisführung, weil der CBR-Wert im Labor nicht die Werte erreicht, die der Baugrundgutachter im Vorfeld prognostiziert hat. Der Fehler liegt selten im Material selbst, sondern in einer Probenaufbereitung, die die tatsächliche Einbaudichte und den Wassergehalt vor Ort ignoriert. Unsere CBR-Studie für Straßenentwurf bildet den Verdichtungsgrad und die Sättigung des Bodens so ab, wie sie nach der Fertigstellung wirklich vorliegen – und nicht, wie sie unter idealisierten Laborbedingungen wünschenswert wären. Diese realitätsnahe Herangehensweise spart Tragschichtdicken und schützt vor kostspieligen Nachträgen, weil der Nachweis der Verformungsstabilität auf Anhieb gelingt.

Der CBR-Wert ist keine Materialkonstante, sondern eine Systemgröße aus Verdichtung, Wassergehalt und Korngefüge – wer ihn als reine Bodenkennzahl behandelt, dimensioniert am Projekt vorbei.

Technische Details zur Leistung in Oldenburg

Die pleistozänen Sande und Geschiebemergel, die Oldenburgs Untergrund prägen, reagieren extrem sensibel auf Wasserzutritt. Schon ein Anstieg der Grundwasserneubildung um wenige Dezimeter – typisch für die feuchten Wintermonate in der Hunte-Niederung – kann den CBR-Wert eines sandig-kiesigen Planums von 30 auf unter 15 Prozent einbrechen lassen. Wir führen die CBR-Studie daher grundsätzlich sowohl am ungesättigten als auch am wassergesättigten Probekörper durch, um die Bandbreite der zu erwartenden Tragfähigkeit abzustecken. Ergänzend setzen wir den Plattendruckversuch ein, wenn auf grobkörnigen Böden eine direkte Korrelation zwischen Ev2-Modul und CBR-Wert hergestellt werden muss. Die Verdichtungsarbeit erfolgt nach DIN EN 13286-47, wobei wir die Schlagzahlen pro Schicht exakt auf die spätere Walzenüberfahrt abstimmen.
CBR-Versuche in Oldenburg: Tragfähigkeit für den Straßenbau korrekt bemessen
CBR-Versuche in Oldenburg: Tragfähigkeit für den Straßenbau korrekt bemessen
ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN EN 13286-47 (CBR-Versuch)
Klassifizierung nach RStOKorngrößenbereich und Verdichtungsgrad
ProbekörpervorbereitungProctor-Referenzdichte, modifiziert
Sättigungsdauer96 Stunden Wasserbad (Standard) / variabel nach Projekt
EindringkolbenDurchmesser 50 mm, Vorschub 1,27 mm/min
MessgrößenCBR1 (2,5 mm) und CBR2 (5,0 mm Eindringung)
BerichtsumfangSpannungs-Eindringungs-Diagramm, CBR-Wert, Wassergehalt, Trockendichte

Kritische Bodenfaktoren in Oldenburg

Oldenburgs spezifische Lage zwischen Geest und Marsch bringt eine tückische Kombination mit sich: Tragfähige Sandrücken wechseln kleinflächig mit setzungsempfindlichen Kleischichten, die bei unzureichender Erkundung erst während des Erdplanums auffallen. Ein CBR-Versuch, der nur an einer Mischprobe aus dem Oberboden durchgeführt wird, übersieht diese Wechsel vollständig. Wir sehen regelmäßig Baustellen, auf denen später Zusatzleistungen für Bodenaustausch anfallen, weil der CBR-Wert der anstehenden Schicht unter 5 Prozent liegt und keine ausreichende Tragfähigkeit für die geplante Frostschutzschicht bietet. Die zusätzlichen Kosten für Aushub, Entsorgung und Ersatzbaustoff übersteigen den Aufwand einer vorgeschalteten CBR-Studie um ein Vielfaches – ein Risiko, das sich mit einer gezielten Probenahmestrategie aus jedem Horizont eliminieren lässt.

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Anwendbare Normen: DIN EN 13286-47 – Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – CBR-Versuch, RStO 12 – Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, DIN 18196 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Erdbau im Straßenbau

Unsere Leistungen

Unsere CBR-Studie für Straßenentwurf wird in Oldenburg projektbezogen mit weiteren bodenmechanischen Prüfungen kombiniert, um ein geschlossenes Bild der Tragfähigkeit zu erhalten.

CBR-Laborversuch nach DIN EN 13286-47

Kernleistung mit Verdichtung nach Proctor-Referenz, wahlweise mit 4-Tage-Wasserbad zur Simulation der ungünstigsten Sättigung im eingebauten Zustand.

Korngrößenverteilung und Klassifikation

Sieblinie und Bestimmung des Ungleichförmigkeitsgrades nach DIN 18123, um die Verdichtbarkeit des Materials und die Eignung für die vorgesehene Tragschicht zu bewerten.

Proctordichte und optimaler Wassergehalt

Ermittlung der Referenzdichte für die CBR-Probekörper, damit die Verdichtungsarbeit im Labor exakt der Einbausituation auf der Baustelle entspricht.

Fragen und Antworten

Wie unterscheidet sich der CBR-Wert vom Ev2-Modul aus dem Plattendruckversuch?

Der CBR-Wert beschreibt die Tragfähigkeit eines Bodens unter definierter Verdichtung und Sättigung im Labor, während der Ev2-Modul die Verformungsmoduln des fertig verdichteten Planums in situ misst. Beide Größen korrelieren miteinander, sind aber nicht direkt austauschbar. In der Praxis dient der CBR-Wert der Dimensionierung des Oberbaus nach RStO, der Plattendruckversuch der Abnahmeprüfung auf der Baustelle.

Was kostet eine CBR-Studie für ein Straßenbauprojekt in Oldenburg?

Die Kosten für eine CBR-Studie hängen vom Probenumfang und der Anzahl der Sättigungsvarianten ab. Für ein typisches Erschließungsvorhaben mit drei Materialhorizonten bewegen sich die Gesamtkosten in einer Spanne von €160 bis €310. Darin enthalten sind Probenvorbereitung, Proctor-Versuch, CBR-Prüfung an gesättigten und ungesättigten Probekörpern sowie der Prüfbericht mit Auswertung nach RStO.

Kann der CBR-Versuch auch an grobkörnigen Böden mit Überkorn durchgeführt werden?

Ja, sofern der Überkornanteil nicht zu hoch ist. Nach DIN EN 13286-47 ist der Versuch grundsätzlich für Korngrößen bis 22,4 mm vorgesehen. Bei gröberen Gesteinskörnungen kann eine Ersatzfraktion eingebaut werden, was jedoch die Aussagekraft beeinflusst. In solchen Fällen kombinieren wir den CBR-Versuch mit einem Plattendruckversuch an der grobkörnigen Originalfraktion, um eine belastbare Korrelation herzustellen. Mehr Info.

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