Oldenburgs Baugrund ist historisch von der Nähe zu Hunte und Haaren geprägt. Im Stadtkern liegen oft mehrere Meter Kleiauflage über mitteldichtem Sand, während die höher gelegenen Außenbezirke wie Eversten direkt auf tragfähigen Sandbänken gründen. Diese Unterschiede verlangen eine objektive Prüfung der erreichten Lagerungsdichte direkt auf der Baustelle. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren liefert hier verlässliche Werte, die keine Zweifel an der tatsächlichen Verdichtungsqualität lassen. Gerade bei wechselhafter Bodenfeuchte, wie sie im Oldenburger Herbst typisch ist, bringt das Verfahren gegenüber radiometrischen Sonden entscheidende Vorteile in der Reproduzierbarkeit. Für größere Erkundungen im Vorfeld kombinieren wir die Dichteprüfung mit einer SPT-Bohrung, um das gesamte Tiefenprofil statistisch abzusichern.
Ein Proctortest im Labor ist nur so viel wert wie die Felddichtebestimmung, die seine Einhaltung auf der Baustelle nachweist.
Technische Details zur Leistung in Oldenburg

Kritische Bodenfaktoren in Oldenburg
Die ZTV E-StB 17 fordert für Tragschichten ohne Ausnahme den Nachweis des Verdichtungsgrads. In Oldenburg mit seinen oberflächennah anstehenden Kleischichten wird diese Forderung schnell zur baupraktischen Hürde. Wird die Dichteprüfung nur lückenhaft durchgeführt, riskiert der Bauherr spätere Setzungen, die bei den typischen eingeschossigen Gewerbebauten im Stadtnorden zu Rissen in nichttragenden Wänden führen können. Auch bei Leitungsgräben in der Innenstadt zeigt sich immer wieder, dass unzureichend verdichtete Verfüllungen innerhalb weniger Monate Spurrinnen in der Asphaltdecke verursachen. Das Sandkegelverfahren schafft hier Klarheit und liefert belastbare Kennwerte, die vor Gewährleistungsansprüchen schützen.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum zur Verdichtungskontrolle in Oldenburg umfasst die vollständige Prüfkette vom Labor bis zum Feld:
Felddichtebestimmung Sandkegel
Normgerechte Dichteprüfung nach DIN 18125-2 direkt auf Ihrer Baustelle in Oldenburg. Inklusive Proctorversuch im Labor, Messprotokoll und Bewertung des Verdichtungsgrads gemäß ZTV E-StB.
Verdichtungsbegleitung und Kontrollprüfung
Statistisch abgesicherte Eigendruck- und Kontrollprüfungen für Erd- und Straßenbau. Wir legen Prüfraster fest, führen Messungen durch und dokumentieren die Ergebnisse für das Baustellenpersonal.
Fragen und Antworten
Wann ist das Sandkegelverfahren in Oldenburg dem Plattendruckversuch überlegen?
Das Sandkegelverfahren misst direkt die Trockendichte des Bodens und ist damit die Referenz für den Verdichtungsgrad DPr. Der Plattendruckversuch erfasst dagegen den Verformungsmodul, der bei bindigen Böden stark wasserabhängig ist. In Oldenburgs Kleiböden, etwa an der Haaren-Niederung, liefert das Sandkegelverfahren stabilere Vergleichswerte als der Plattendruck, sobald die Bodenfeuchte schwankt.
Wie viele Messpunkte pro Fläche sind erforderlich?
Die ZTV E-StB 17 sieht für Tragschichten in der Regel einen Messpunkt je 500 m² vor. Bei kleinen Flächen oder Leitungsgräben legen wir das Prüfraster projektspezifisch fest. Entscheidend ist, dass jede Verdichtungslage einzeln geprüft wird. Für eine Baustraße in Eversten mit 2000 m² wären das vier Messpunkte pro Lage, bei drei Lagen also zwölf Einzelmessungen.
Mit welchen Kosten muss ich für eine Felddichtebestimmung in Oldenburg rechnen?
Die Kosten für eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren liegen zwischen 90 und 140 Euro pro Messpunkt, abhängig von der Anzahl der Messungen pro Tag und der Anfahrtsstrecke. Bei größeren Prüflosen ab 20 Messpunkten reduzieren sich die Einzelpreise spürbar.
Können Sie die Messergebnisse noch auf der Baustelle auswerten?
Ja, das ist Standard. Wir führen ein mobiles Labor mit Trockenschrank und Präzisionswaage mit, sodass die Trockendichte und der Verdichtungsgrad direkt nach der Probenentnahme ermittelt werden. Der Bauleiter erhält das Messprotokoll noch während der laufenden Schicht und kann bei Abweichungen sofort nachverdichten lassen.